{"id":3811,"date":"2023-03-28T19:15:32","date_gmt":"2023-03-28T19:15:32","guid":{"rendered":"https:\/\/karnoll.de\/?p=3811"},"modified":"2023-04-01T19:30:38","modified_gmt":"2023-04-01T19:30:38","slug":"fes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karnoll.de\/?p=3811","title":{"rendered":"Fes"},"content":{"rendered":"\n<p>F\u00fcr heute haben wir uns einen F\u00fchrer f\u00fcr einen Rundgang in der Stadt gebucht. In Fes gibt es 9900 Stra\u00dfen, oder eher besser gesagt Gassen und G\u00e4sschen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck holt unser Guide Bushta uns im Hotel ab und er f\u00fchrt uns von Markt zu Markt. Die M\u00e4rkte sind nach Gewerken aufgeteilt. Es gibt einen Markt f\u00fcr Metallarbeiten, einen mit Holz, mit Stoff. Nat\u00fcrlich auch f\u00fcr Leder. Fes ist die Hauptstadt der Lederverabeitung in Marokko.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor wir aber uns die weltbekannte Gerberwerkstatt anschauen werfen wir einen Blick in die riesige Moschee, in der 15.000 Glaubige gleichzeitig beten k\u00f6nnen. Das Gel\u00e4nde sei einen Hektar gro\u00df.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als Nicht-Muslime d\u00fcrfen wir aber die Moschee nicht betreten. Es gibt zwei offene Moscheen in Marokko, eine davon ist in Casablanca.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wie gesagt f\u00fchrt uns unsere Tour zu den bekannten Gebereien. Diese schaut man sich am besten von oben an. Wir werden auf einen Balkon gef\u00fchrt und uns werden die einzelnen Stationen erkl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Man sieht bestimmt hundert Becken, in denen die H\u00e4ute vorbereitet und gef\u00e4rbt werden. Wir schwitzen schon vom Zusehen. Man sagt uns, dass hier im Akkord gearbeitet wird. Das ganze wird noch unglaublicher, als wir erfahren, dass die Arbeiter hier auch entsprechend des Ramadans fasten und den gesamten Tag nichts trinken und essen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Danach beginnen die Verkaufsveranstaltungen. Uns werden zahllose Taschen, Schuhe, G\u00fcrtel, Jacken zum Kauf angeboten. Wir entscheiden uns f\u00fcr eine Tasche und eine G\u00fcrtel. Wir k\u00f6nnen den Verk\u00e4ufer von 950 auf 850 dr\u00fccken, kein gro\u00dfer Erfolg, aber naja, es ist ja Urlaub.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als n\u00e4chstes kommen wir in einen Stoffladen. Die Farbenpracht erschl\u00e4gt uns, aber final k\u00f6nnen wir uns f\u00fcr nichts entscheiden und gehen ohne Einkauf. Ebenso werden wir in einen Laden mit Argan\u00f6l und Gew\u00fcrzen gef\u00fchrt, aber auch hier kommt keine Kauflaune auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach drei Stunden ist die F\u00fchrung beendet und wollen noch zum sch\u00f6nsten Stadttor von Fes laufen, dem blauen Tor.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bushta gibt uns noch die Richtung vor und dann laufen wir bestimmt 1.5 km durch eine Gasse mit rechts und links einer Souvenirbude an der anderen. Irgendwann macht das Hirn zu.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Hilfe von Google Maps finden wir das Blaue Tor, aber eine Baustelle verwehrt den Blick auf das Wahrzeichen von Fes.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir nehmen die n\u00e4chste Souvinierbudenstra\u00dfe und laufen wir zur\u00fcck in Richtung unseres Hotels.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unterwegs kehren wir spontan in einem Cafe ein und m\u00fcssen dazu drei enge, ich meine wirklich enge Treppen hinauf steigen, bevor wir auf einer Dachterrasse Kaffee, Kekse und Saft zu uns nehmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir laufen in Richtung unseres Riads, aber die Orientierung zu halten ist schwierig. Auch Google Maps hilft nicht immer richtig, da viele Wege gesperrt sind oder einfach nicht mit dem Google Material \u00fcbereinstimmen. Das hat in Venedig sehr viel besser funktioniert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem gibt es noch einen riesigen Nachteil, wenn man die Orientierung mit dem Handy machen will. Wenn man w\u00e4hrend des Laufens auf sein Ger\u00e4t schaut,dann kommen sofort eifrige Aushilfsfremdenf\u00fchrer auf einen zugest\u00fcrmt und wollen helfen. Aber meist ist die Kommunikation schwierig, sie verstehen nicht, wo man hin will oder wissen es einfach auch garnicht. Aber man k\u00fcmmert sich. Am Ende wollen sie dann f\u00fcr diese Dienstleistung auch immer einen unbekannten Preis. Das kann auf die Dauer nerven. Wir haben es auch anders erlebt, aber das war die Ausnahme von der Regel.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Hotel ruhen wir uns aus, essen das Kilo Erdbeeren von gestern. Im Zimmer wollen wir uns dann das Camp in Merzouga aussuchen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist eine echte Herausforderung \u00fcber die Booking.com Plattform. Es gibt bestimmt 100 verschiedene Camps in dem kleinen Ausl\u00e4ufer der Sahara, alle gleichen sich in der Ausstattung, wir folgen nach einer Stunde lesen f\u00fcr die Empfehlung von Booking und buchen eine \u00dcbernachtung in der W\u00fcste mit Abendessen und Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fcr 95 EUR.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ramadan ist f\u00fcr heute beendet und wir wollen in einem guten Restaurant essen gehen. Es ist gut 1.5 km entfernt, aber wir brauchen fast 40 Minuten um dort hinzukommen, die Stadt ist ein Labyrinth.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als wir endlich dort ankommen ist kein Platz mehr frei. Entt\u00e4uscht wollen wir gerade \u00fcberlegen, was wir tun k\u00f6nnen, da spricht uns nat\u00fcrlich wieder sofort ein Einheimischer an, dass er auch ein gutes Restaurant kenne und uns dahin f\u00fchren kann. Wir begeben uns, auch dem Hunger geschuldet in seine Obhut und wir eilen durch weitere un\u00fcbersichtliche Stra\u00dfen. Gerade als ich misstrauisch meinen Unmut \u00e4u\u00dfern will stehen wir vor einem netten Restaurant, hier gibt es gen\u00fcgend Pl\u00e4tze und authentisches Essen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Men\u00fc kostet ca. 20 EUR und man serviert uns zu Beginn einen marokkanischen Salat und ich esse eine Tajine mit Rindfleisch, Daniela eine Pastete mit Gem\u00fcse. Die Kombination mit salzig und s\u00fc\u00df ist f\u00fcr unsere Gaumen ungew\u00f6hnlich, aber es passt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschluss gibt es noch Geb\u00e4ck und Pfefferminztee.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir gezahlt haben taucht auf einmal wieder der junge Mann auf, der uns hierher gef\u00fchrt hat. Ich hatte mich schon gefreut, dass er uns vermeintlich unentgeltlich geholfen hattte, aber da wurde ich wieder eines besseren Belehrt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch er wollte uns wieder in unser Riad f\u00fchren, aber wir lehnten wortreich ab. Als ich ihm dann 10 Dirham f\u00fcr seinen Tipp gab schaute er etwas sparsam, aber so ist das Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir schaffen es binnen 30 Minuten wieder zur\u00fcck, inzwischen kennen wir schon ein paar der Wege und sind gegen 22 Uhr zur\u00fcck im Hotel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr heute haben wir uns einen F\u00fchrer f\u00fcr einen Rundgang in der Stadt gebucht. In Fes gibt es 9900 Stra\u00dfen, oder eher besser gesagt Gassen und G\u00e4sschen.&nbsp; Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck holt unser Guide Bushta uns im Hotel ab und er f\u00fchrt uns von Markt zu Markt. Die M\u00e4rkte sind nach Gewerken aufgeteilt. 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