{"id":3826,"date":"2023-04-01T09:27:39","date_gmt":"2023-04-01T09:27:39","guid":{"rendered":"https:\/\/karnoll.de\/?p=3826"},"modified":"2023-04-18T15:00:24","modified_gmt":"2023-04-18T15:00:24","slug":"imlichil-ait-hammou-ou-said-dades-schlucht-ourazate","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karnoll.de\/?p=3826","title":{"rendered":"Imilchil &#8211; Ait Hammou Ou Said Dades Schlucht"},"content":{"rendered":"\n<p>Wir haben die Nacht ohne Erfrierungen bestens \u00fcberstanden und bekommen ein tolles Fr\u00fchst\u00fcck serviert. Vor der Abfahrt zahlen wir noch das Abendessen, auch wenn der Chef uns wohl eingeladen hatte und nehmen einen Beutel Melissentee mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Ali hatte uns noch den Tipp gegeben, dass es bei Imilchil noch zwei sch\u00f6ne Seen g\u00e4be, diese sind nur 20 Minuten entfernt und so machen wir einen Abstecher dorthin. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Seen liegen ohne Schatten in der prallen Sonne und wir umfahren diese mit unserem Duster. Sicherlich auch eine sch\u00f6ne Wanderung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Ort findet heute ein Wochenmarkt statt. Imilchil ist das kommerzielle Zentrum der Gegend, es gibt Banken und eine Tankstelle. Das ist nicht selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr die Bergregion, wie wir sp\u00e4ter noch erfahren. <br>Als wir gerade an einer engen Stelle zum Stehen kommen taucht mal wieder ein Einheimscher auf, der uns seine Dienste anbietet.<\/p>\n\n\n\n<p>Er wirkt symphatisch und daher nehmen wir sein Angebot an mit ihm gemeinsam durch den Ort und \u00fcber den Markt zu gehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Er erkl\u00e4rt uns, was wir auch schon gestern radebrechend von dem Hotelbetreiber erfahren haben und es auch in unserem Reisef\u00fchrer steht, dass hier am Ort im September ein riesiger Heiratsmarkt stattfindet. Hier finden sich also die Paare, heiraten oder werden im Akkord verheiratet. <\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem heutigen Markt wird am fr\u00fchen Morgen Vieh gehandelt, als wir gegen 11 Uhr dort herumlaufen, sind diese Gesch\u00e4fte schon abgeschlossen und die Schafe und Ziegen auf die D\u00e4cher von alten Mercedes Transportern verladen. <\/p>\n\n\n\n<p>Unser Guide erz\u00e4hlt uns, dass er sonst als Bergf\u00fchrer arbeitet und hier mit einer deutschen Agentur arbeitet. Er hilft uns auch f\u00fcr unseren Gew\u00fcrzschrank einen gro\u00dfen Beutel einer Gew\u00fcrzmischung f\u00fcr Tajines zu kaufen. <br>Als er uns noch in eine Teppich Kooperative lotsen m\u00f6chte lehnen wir dankend ab. Wir lernen noch seine junge Tochter kennen, \u00fcberreichen einen Lohn f\u00fcr seine Zeit und fahren wieder vom Berg herunter.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir gestern die Todra Schlucht heraufgefahren sind, nehmen wir in Augodal einen anderen Weg in Richtung der Dades Schlucht. Die Stra\u00dfe hatte offiziell den gleichen Rang, wie die gut ausgebaute Route vom Vortag. <br>Es beginnt sogar noch besser, die Stra\u00dfe ist nagelneu und breit ausgebaut. <\/p>\n\n\n\n<p>Links von der Stra\u00dfe sehen wir einen Range Rover mit Campingaufbau und wir gesellen uns dazu. Es ist ein Paar aus Tuttlingen, sie und ihr Fahrzeug hatten wir bereits 2 Tage zuvor in Merzouga gesehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir unterhalten uns ein wenig und ich bemerke, wie er unseren Duster mit Blicken pr\u00fcft. Ich messe dem aber keine Bedeutung zu. Auch als er erz\u00e4hlt, dass er gerade den Streckenabschnitt dank seines gel\u00e4ndeg\u00e4ngigen Fahrzeugs problemlos bew\u00e4ltigt hat, kommen bei mir keine Zweifel an unserem Tagesplan.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese kommen aber ca. 20 Meter hinter unserem Rastplatz. Hier endet n\u00e4mlich die Asphaltpiste und er fahren pl\u00f6tzlich auf einem Feldweg. Vielleicht ist es nur ein kurzes St\u00fcck und dann geht es normal weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber das kurze St\u00fcck dauert gute 50 km. Wir befahren die Strecke fast alleine, einmal kommt uns ein 8-Sitzer Renault mit 8 aufgeregten Franzosen entgegen, die von uns wissen wollen, ob sie mit diesem Fahrzeug noch den Rest der Strecke schaffen. <br>Wir geben unser recht frisches Wissen weiter, die Franzosen bewerten dies und entschlie\u00dfen sich, weiter zu fahren. Bon Chance.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Abfahrt wird dahingehend auch extra spannend, als dass unterwegs, nachdem wir heute morgen noch einen halbvollen Tank hatten, sehr schnell die Reserveleuchte aufblinkt. <br>Unser Bordcomputer zeigt eine Reichweite von 80 Kilometern an, Google berechnet den Weg zur n\u00e4chsten Tankstelle mit +50 Kilometern. <\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann kommen wir wieder in der Zivilisation an. Wir kommen durch mittelgro\u00dfe Bergd\u00f6rfer mit Banken, Schulen aber keinen Tankstellen. Es ist zum verr\u00fcckt werden. Wo tanken die ganzen Leute ihre Fahrzeuge?<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der x-ten Suche nach Tankstellen \u00fcber Google erscheint pl\u00f6tzlich in 15 Kilometern das lang ersehnte Icon entlang unserer Route.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgeregt und leicht angespannt fahren wir so spritsparend wie m\u00f6glich weiter und kommen bei der vermeintlichen Tankstelle an. Wir k\u00f6nnen aber keine S\u00e4ulen sehen, es ist nur ein Kramladen und ein Garagentor zu sehen. <br>Hat Google sich geirrt? Wir fahren noch ein paar Meter weiter, aber auch dann sehen wir keine Tankstelle. <br>Also machen wir einen U-Turn und fahren zur Adresse zur\u00fcck, hinter der Google eine Tankstelle vermutet. &#8218;<br>Jetzt sehen wir auch einen St\u00e4nder mit Gasflaschen, ist es vielleicht wirklich eine Tankstelle. <\/p>\n\n\n\n<p>Als wir halten kommt ein junger Mann auf uns zu und ich frage ihn, ob wir bei ihm Diesel bekommen. Zu meiner Freude und Verwunderung bejaht er dies und so bekommt unser Dacia 5 Liter f\u00fcr 16 MAD\/Liter aus einer 5-Liter Oliven\u00f6lflasche eingefl\u00f6\u00dft. <\/p>\n\n\n\n<p>Endlich sind wir wieder sicher unterwegs und wissen \u00fcber unsere Reichweite. <\/p>\n\n\n\n<p>Es ist auch schon sp\u00e4ter Nachmittag als wir am Ziel unserer Reise ankommmen, der Dades Schlucht. Auch hier ist wieder ein gro\u00dfer Spalt in den hohen Felsen. <\/p>\n\n\n\n<p>Unmittelbar vor der Schlucht liegt ein kleines Hotel mit Campingplatz. Es sieht gut aus, auch ein Auto aus Gie\u00dfen steht davor. Also fragen wir erstmal Booking und dann beim Hotel direkt, ob den Zimmer frei sei. F\u00fcr 600 MAD bekommen wir kleines Zimmer im ersten Stock, Fr\u00fchst\u00fcck und Abendessen nach Wahl. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Hotel ist ein Gl\u00fccksgriff. Von hier aus laufen wir eine Minute zur Schlucht, dann 4 Minuten durch die Schlucht und sind nach 5 Minuten wieder drau\u00dfen. Ein kurzes St\u00fcck gehen wir noch an der Stra\u00dfe entlang und drehen dann um. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir treffen im Hotel, bzw. am Platz davor eine schweizer Familie, die mit ihren drei Kindern eine Rundreise ohne Flug nach Marokko machen und Joachim, der mit seiner erwachsenen Tochter in einem zum Camper umgebauten f\u00fcr ein paar Monate um das Mittelmeer reist. <br>Er bereist Marokko seit vielen Jahren und gibt uns Tipps f\u00fcr die weitere Reise. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr heute abend hat Daniela Cous-Cous bestellt. Das hatten wir bisher nicht essen k\u00f6nnen, da Cous-Cous 1.5 Stunden ged\u00e4mpft werden muss. Das ist f\u00fcr die meisten Restaurants zu aufw\u00e4ndig, daher bekommt man es nur auf Vorbestellung.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Speisesaal teilen wir uns mit den Schweizern. Sie sind schon einen Tag l\u00e4nger im Hotel und erz\u00e4hlen uns, dass es nach dem Essen auch noch ein wenig Entertainment, bestehend aus R\u00e4tseln und Berbermusik, geboten wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie angek\u00fcndigt werden erst die Teller abger\u00e4umt und dann die Instrumente herger\u00e4umt. Jeder bekommt eine Trommel oder Schellen in die Hand und los geht die wilde Fahrt. Star der Auff\u00fchrung ist ein Junge aus der Nachbarschaft, der alle im Griff hat und unabl\u00e4ssig zum Mitmachen motviert. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben die Nacht ohne Erfrierungen bestens \u00fcberstanden und bekommen ein tolles Fr\u00fchst\u00fcck serviert. Vor der Abfahrt zahlen wir noch das Abendessen, auch wenn der Chef uns wohl eingeladen hatte und nehmen einen Beutel Melissentee mit. 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