{"id":3838,"date":"2023-04-05T14:32:42","date_gmt":"2023-04-05T14:32:42","guid":{"rendered":"https:\/\/karnoll.de\/?p=3838"},"modified":"2023-04-17T12:56:49","modified_gmt":"2023-04-17T12:56:49","slug":"marrakesch-essaouira","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karnoll.de\/?p=3838","title":{"rendered":"Marrakesch &#8211; Essaouira"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach der St\u00f6rung in der Nacht durch den Empfang packen wir nach dem Fr\u00fchst\u00fcck schnell unsere Sachen und verstauen diese im Auto. Am Parkplatz fragen wir noch kurz den W\u00e4chter, wie das hier in Marrakesch  mit dem Taxifahren abl\u00e4uft, denn wir m\u00fcssen heute morgen noch zum kunstvoll gestalteten Garten von Yves St. Laurent, dem Garten Majorelle. <\/p>\n\n\n\n<p>Hier hatten wir ja am Vortag das Zeitfenster 9.30 Uhr f\u00fcr den Besuch gebucht. Da es aber dort vor Ort keine Parkpl\u00e4tze geben soll, entschlie\u00dfen wir uns ein Taxi zu nehmen. <\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend am Abend uns die Taxis immer anhupen und die Fahrer auf der st\u00e4ndigen Suche nach Fahrg\u00e4sten sind, ist es am Morgen sehr viel schwieriger ein Fahrzeug zu bekommen. Lt. Google soll der einfache Weg 4 km sein. Mit dem Taxi sind wir fast 20 Minuten unterwegs.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Morgen hat es noch leicht geregnet, auch in der Nacht, aber jetzt ist es zumindest trocken, aber noch frisch. <br>Ich zeige mein Ticket am Handy bei der 9.30 Uhr Schlange vor und wir d\u00fcrfen uns einsortieren. <br>Mit uns steht ein englisches Paar an, er hat zwei gro\u00dfe Apparate um die Schulter und wir unterhalten uns. Er fotografiert sonst gerne Veranstaltungen wie das Wave-Gothic-Treffen in Dresden oder die Gay-Parade in New York, das macht er aber seit ein paar Jahren nicht mehr. Nicht aufgrund der Pandemie, sondern weil es immer kommerzieller auf diesen Feiern wird.<br>Au\u00dferdem ist er IT Architekt und hat in der Vergangenheit Prozessoren gebaut. Er freut sich, dass ich ihm \u00fcber meine Begegnung mit Konrad Zuse berichten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Um 9.30 Uhr erhalten wir Zugang zum Garten des Modesch\u00f6pfers. Unsere Hoffnung, dass wir nur auf wenige Leute treffen, da es ja organisierte Zeitfenster f\u00fcr den Einlass gibt, zerschl\u00e4gt sich aber beim Eintritt und wir eilen schnell voran, um etwas Abstand von den Menschen zu bekommen, die sich \u00fcberall vor den Fotomotiven in Stellung bringen. <\/p>\n\n\n\n<p>Naja, nach 10 Minuten haben wir uns mit der Situation abgefunden und wir eilen durch die Anlage. Der bedeckte Himmel macht es zumindest einfach ein paar Bilder zu schie\u00dfen. Aber richtig Freude macht es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind schon fast wieder am Ausgang, da erkennen wir auf einer Karte, dass wir einen Teil wohl \u00fcbersehen haben. Dazu m\u00fcssten wir jetzt nur 20 Meter zur\u00fcck laufen, aber die bis dahin unauff\u00e4lligen Ordner greifen jetzt ein und wir m\u00fcssen nochmal die ganze Schleife laufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das hat aber auch den Vorteil, dass wir jetzt beinahe alleine an den Sehensw\u00fcrdigkeiten vorbeikommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz vor dem Ausgang ist auch ein Shop mit Andenken und einigen Produkten aus der Modellinie von YSL feil geboten werden. Aber die Preise schrecken uns ab und wir verlassen den Garten, der im \u00fcbrigen 15 EUR\/Person Eintritt kostet.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir nehmen wiederum ein Taxi zu unserem Auto, er wollte 20 MAD mehr als der Fahrer auf der Hinfahrt. Die Taxameter scheinen hier alle defekt zu sein. Aber wir k\u00f6nnen ihn auf den niedrigeren Preis verhandeln. Am Ende gebe ich ihm die 2 EUR als Trinkgeld oben drauf, er freut sich, ich auch, denn ich lasse mir nur ungern vorschreiben, was ich als Belohnung vergebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fahrt aus Marrakesch heraus ist unspektakul\u00e4r, dauert aber gut 30 Minuten. Die Ausl\u00e4ufer der Stadt sind riesig.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Weg nach Essaouria kommen wir wieder durch eine gr\u00fcnere Gegend mit viel Landwirtschaft. Die erhofften Ziegen auf B\u00e4umen bekommen wir nicht vor die Linse, aber dazu gibt es auch am Boden gen\u00fcgend Futter aktuell f\u00fcr die Tiere.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen 15 Uhr fahren wir auf den Parkplatz vor der Altstadt von Essaouria, bezahlen hier 140 MAD f\u00fcr 2 Tage. <\/p>\n\n\n\n<p>Mit leichtem Gep\u00e4ck laufen wir kurz zu unserer Unterkunft, erhalten hier uns Zimmer und fragen, um unser restliches Gep\u00e4ck zu holen, ob wir den Handkarren vor dem Hotel benutzen d\u00fcrfen. Dieser ist aber leider kaputt, so dass wir auf einen lokalen Dienstleister zur\u00fcckgreifen, der uns dabei hilft, alles Gep\u00e4ck aus dem Auto \u00fcber den holprigen Weg zu transportieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Treppe im Riad hoch, da sind wir dann aber selber zust\u00e4ndig. Das Zimmer ist gro\u00df und sch\u00f6n, es gibt im 3. Stock eine tolle Dachterrasse und eine Treppe h\u00f6her hat man auch einen tollen Blick auf den Strand. <\/p>\n\n\n\n<p>Den genie\u00dfen wir auch erstmal, gehen dann aber frohen Mutes in die Stadt, an den Strand und mit den F\u00fc\u00dfen ins Wasser. Kalt, mehr l\u00e4sst sich da nicht sagen. Auch die Luft ist etwas \u00fcber 20 Grad, aber man h\u00e4lt es aus.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Abend folgen wir unserem Reisef\u00fchrer aus 2019 und gehen ins Sams Fischrestaurant und werden hier k\u00f6stlich bekocht. <br>\u00dcber den Abend sind es aber nicht viele G\u00e4ste, die hier einkehren. <\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen ist es nach 20 Uhr und im Club nebenan startet live Jazzmusik. Erfreut nehmen wir Platz und lauschen zwei fingerfertigen Gitarrenspielern, die zum Rhythmus eines Drum-Computers improvisieren. <\/p>\n\n\n\n<p>In der Lokalit\u00e4t wird auch Alkohol ausgeschenkt, die Preise sind schon gehoben deutsch, aber ohne Alkohol geht es billiger. <\/p>\n\n\n\n<p>H\u00f6hepunkt des Abends, zumindest f\u00fcr uns ist es, als der Wirt des Ladens zum Mikrofon greift und im Stile eines traurigen Andalusiers mit arabischen Wort in die wilde Improvisation miteingreift. Das macht den Abend auf jeden Fall rund.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich sp\u00e4ter mit dem Besitzer des Ladens mich unterhalte und er wissen will, woher wir kommen, bekomme ich gro\u00dfe Augen. Denn auf meine Aussage hin, dass wir aus der N\u00e4he von Frankfurt k\u00e4men, fragt er weiter &#8222;From Fulda?&#8220;<br>Schon dachte ich, dass unsere Ankunft mal wieder &#8222;Talk of the town&#8220; w\u00e4re, aber nein, die L\u00f6sung ist einfacher. Er hat einen Bekannten, der in Loheland arbeitet. Die Welt ist klein.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem Club h\u00e4ngt auch ein gro\u00dfes Plakat, welches zwei Berliner K\u00fcnstler f\u00fcr Freitag ank\u00fcndigt. Da wir dann schon wieder in Richtung Rabat reisen werden, sind wir entt\u00e4uscht. Benny sagt aber, dass die zwei schon morgen Nachmittag hier proben werden und wir gerne vorbeikommen sollen.<br>Das werden wir gerne machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Weg zur\u00fcck treffen wir noch einen Karaoke S\u00e4nger, der in Fu\u00dfg\u00e4ngerzone vereinzelte Touristen mit &#8222;Knocking on heavens door&#8220; unterh\u00e4lt und am Hauptpl\u00e4tz sitzen die Einheimischen und lauschen marrokanischen Kl\u00e4ngen von einem Banjo und einem Bongo. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der St\u00f6rung in der Nacht durch den Empfang packen wir nach dem Fr\u00fchst\u00fcck schnell unsere Sachen und verstauen diese im Auto. 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