{"id":3842,"date":"2023-04-07T15:02:19","date_gmt":"2023-04-07T15:02:19","guid":{"rendered":"https:\/\/karnoll.de\/?p=3842"},"modified":"2023-04-18T14:27:14","modified_gmt":"2023-04-18T14:27:14","slug":"essaouira-sale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karnoll.de\/?p=3842","title":{"rendered":"Essaouira &#8211; Sal\u00e9"},"content":{"rendered":"\n<p>Heute beginnt unser letzter voller Reisetag und wir haben gut 5-6 Stunden Fahrt vor uns. <\/p>\n\n\n\n<p>Noch ein letztes Mal genie\u00dfen wir das Rauschen des Meeres und das Schreien der M\u00f6wen beim Fr\u00fchst\u00fcck, bevor unser Gep\u00e4ck schultern und zum Auto laufen. <\/p>\n\n\n\n<p>Leider k\u00f6nnen wir nicht an der K\u00fcste entlang fahren, sonst w\u00e4ren wir 7 bis 8 Stunden unterwegs. Also fahren wir ein St\u00fcck ins Landesinnere, um dort auf die Autobahn zu fahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Autobahn ist mautpflichtig und daher ist die Stra\u00dfe mehr oder minder frei. <br>Unterwegs halten wir zweimal an Rastst\u00e4tten, auch um einmal Diesel zu tanken. Dort sehe ich auch, dass die manuelle Reinigung eines PKW innen und au\u00dfen 30 MAD kostet. <\/p>\n\n\n\n<p>Das steht uns schlie\u00dflich auch noch bevor, denn unser sonst stummer Autovermieter hat Daniela \u00fcber WhatsApp wissen lassen, dass wir das Fahrzeug gereinigt \u00fcbergeben m\u00fcssen. <br>So ein Ansinnen hatten wir noch nirgendwo auf der Welt mitbekommen, aber was hilft es. Im Internet las ich zuvor, dass es bei einigen Vermietern in Marokko \u00fcblich sei, da ansonsten nochmal 200 MAD f\u00e4llig w\u00e4ren. Diese Extrageb\u00fchr wollten wir uns ersparen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber jetzt schon auf der Autobahn das Fahrzeug waschen zu lassen, schien uns zu fr\u00fch und so verschoben wir das Vorghaben auf unsere Ankunft in Rabat. <\/p>\n\n\n\n<p>Um ja nichts zu verpassen fassten wir kurz vor Casablanca dann doch den Plan einen kurzen Abstecher zur gr\u00f6\u00dften Moschee Afrikas zu machen. <br>Casablanca, da hat man sofort den Film mit Humphrey Bogart im Kopf. Aber nichts aus dem Film wurde in Marokko gedreht, die meisten Szenen entstanden in einem Studio in Hollywood, bzw. in Algerien. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine Kollegin hatte uns schon von einem Besuch der wirtschaftlichen Hauptstadt Marokkos abgeraten, da die Stadt komplett ein gegenteiliges Bild zum Rest des Landes darstellt. Es gibt Hochh\u00e4user, mehrspurige Stra\u00dfe und einen Wahnsinnsverkehr. <br>War in anderen St\u00e4dten der Anteil zwischen Autos und Zweir\u00e4dern fast halb-halb, so sind es hier in der Mehrzahl Autos. Verkehrsregeln werden als dezente Hinweise wahrgenommen, aber jeder f\u00e4hrt, wie er meint. Mit einem halbwegs neuen Auto w\u00fcrde ich dort nie hineinfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf jeden Fall schaffen wir es mit einigen Herausforderungen bis zum Wasser, bis zur gro\u00dfen Moschee, schie\u00dfen ein paar schnelle Fotos von dem imposanten Bau und lassen uns von Google wieder aus der Stadt leiten. <\/p>\n\n\n\n<p>Die gleiche Idee hatten aber tausende von anderen Leuten auch und so dauert die Fahrt zur\u00fcck zur Autobahn gef\u00fchlt 2 Stunden. Der Verkehr ist t\u00fcckisch, sobald man als braver Deutscher etwas Abstand zum Vordermann aufbaut, nutzt diese L\u00fccke der n\u00e4chste Fahrer, um vermeintlich schneller voran zu kommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir hatten schon am Vorabend vom Barbesitzer Benny geh\u00f6rt, dass die Hupe in Casablanca sehr wichtig ist und der Verkehr w\u00e4hrend der Rushhour regelm\u00e4\u00dfig zum Erliegen kommt. <\/p>\n\n\n\n<p>An der Polizei liegt es nicht, die stehen eigentlich an jedem Kreisel in Casablanca und versuchen das schlimmste zu verhindern. <\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann sind wir wieder auf der Autobahn, die Mautgeb\u00fchren halten sich auch in Grenzen, wir haben heute ungef\u00e4hr 10 EUR gezahlt und sind 400 Kilometer flott vorangekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen 16 Uhr kommen wir in Rabat an und versuchen eine Waschanlage f\u00fcr unser Fahrzeug zu finden. Wir fahren bei mehr als 5 Stationen auf den Hof, verfahren etliche Kilometer, aber niemand will mehr unser Fahrzeug reinigen. <\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck finden wir am Ende noch eine Selbstwaschanlage und so sp\u00fcle ich den Saharastaub mit einem Hochdruckreiniger aus allen Ritzen des Fahrzeugs. Daniela wischt mit einem Geschirrtuch alle Fl\u00e4chen des Duster sauber. Am Ende saugen wir noch die Fu\u00dfr\u00e4ume.<\/p>\n\n\n\n<p>Endlich ist die Karre wieder sauber und wir k\u00f6nnen morgen beruhigt zur \u00dcbergabe fahren.<br>Neben der Waschanlage ist noch ein gro\u00dfer Supermarkt, \u00e4hnlich der Metro. Die Waren stapeln sich in gro\u00dfen Verpackungen auf Schwerlastregalen. Hier finden wir auch f\u00fcr 30 MAD einen kleinen Eimer mit Salzzitronen, den wir als Souvenir mit in die Heimat nehmen werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Es ist schon 18 Uhr als wir die M\u00f6glichkeiten zur \u00dcbernachtung \u00fcberpr\u00fcfen. Rund um den Flughafen, wo wir morgen um 6 Uhr sein m\u00fcssen, finden wir keine sch\u00f6nen Unterk\u00fcnfte oder Kettenhotels. Also erweitern wir den Radius. Nach Rabat wollten wir jetzt nicht unbedingt, also bleibt die Nachbarstadt Sal\u00e9, die auch dichter am Flughafen liegt. <\/p>\n\n\n\n<p>Hier finden wir ein g\u00fcnstiges Riad, buchen es und fahren dorthin. Der Verkehr in Rabat\/Sal\u00e9 ist weit aus weniger stressig als in Casablanca. Wir zahlen wieder 2 EUR f\u00fcr den Parkplatz und laufen in die Gasse, wo unser Riad liegen soll. <br>Das Riad ist von au\u00dfen fast nicht zu erkennen, aber die Einheimischen zeigen uns, wo der Eingang war. Auf unser Klopfen reagierte niemand, daher rief ich an und kurz danach wurde uns ge\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Abermals, wie schon einige Male vorher, waren wir vom Inneren des Hauses \u00fcberw\u00e4ltigt. Der Innenhof des Riads war gr\u00f6\u00dfer als manches Einfamilienhaus in Deutschland. Hier wurde wieder auf sehr viel Stil geachtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bezahlung des Zimmers im Keller verschieben wir auf sp\u00e4ter und gehen erstmal in ein nahegelegenes Restaurant und genie\u00dfen hier unseren letzten Abend. <br>Auch hier sitzen wir wieder auf einer Dachterasse und ich esse am Karfreitag Rindfleisch. Ist wohl auch im Sinne eines \u00f6kumenischen Fastenprozess. <\/p>\n\n\n\n<p>Als wir wieder in der Unterkunft angekommen k\u00f6nnen wir unsere letzten MAD zur Zahlung des Zimmers verwenden, ansonsten h\u00e4tten wir  in einem anderen Riad per Karte zahlen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich beginne den Mitarbeiter ein wenig \u00fcber das Haus auszufragen. Er erz\u00e4hlt, dass es eigentlich vier H\u00e4user waren und von einem Franzosen zu einem gro\u00dfen Riad umgebaut wurden. Das erkl\u00e4rt auch die riesige Dachterrasse, die aus vielen Ebenen besteht. <\/p>\n\n\n\n<p>Von diesem Gespr\u00e4ch angeregt und weil er auch stolz auf das Haus ist, in dem er als Concierge und Hausmeister arbeitet, bekommen wir eine exklusive F\u00fchrung durch alle R\u00e4ume des Riads. F\u00fcr uns ist eine Irrfahrt durch ein Labyrinth aus G\u00e4ngen und Treppen, niedrigen Durchstiegen. Es ist nicht der absolute Prunk oder eine moderne, high-class Inneneinrichtung, die dieses Haus speziell machen, sondern dass jeder Raum mit Farbe, Holz ein authentisches Gef\u00fchl erzeugen. <br>Wir bekommen auch die pr\u00e4chtige Hochzeitssuite gezeigt. Das Haus verf\u00fcgt \u00fcber einen Fahrstuhl, wodurch auch die Dachterrasse f\u00fcr alle nutzbar ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei voller Belegung und au\u00dferhalb des Ramadan wird hier auch in zwei K\u00fcchen f\u00fcr die G\u00e4ste gekocht, ein toller Platz, um mit der ganzen Familie eine gute Zeit zu haben.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute beginnt unser letzter voller Reisetag und wir haben gut 5-6 Stunden Fahrt vor uns. Noch ein letztes Mal genie\u00dfen wir das Rauschen des Meeres und das Schreien der M\u00f6wen beim Fr\u00fchst\u00fcck, bevor unser Gep\u00e4ck schultern und zum Auto laufen. 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