{"id":3858,"date":"2023-04-09T11:36:25","date_gmt":"2023-04-09T11:36:25","guid":{"rendered":"https:\/\/karnoll.de\/?p=3858"},"modified":"2023-04-26T13:22:15","modified_gmt":"2023-04-26T13:22:15","slug":"marokko-zdf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karnoll.de\/?p=3858","title":{"rendered":"Marokko &#8211; ZDF"},"content":{"rendered":"\n<p>Wir waren 15 Tage unterwegs, davon 13 mit dem Dacia Duster, der uns brav \u00fcberall hingefahren hat. Wir sind ca. 2000 km in diesem Zeitraum gefahren, leider haben wir uns, wie immer, nicht den Tachostand notiert und die R\u00fcckgabeformulare waren hier alles andere als informativ.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"770\" src=\"https:\/\/karnoll.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/image-1-1024x770.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3860\" srcset=\"https:\/\/karnoll.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/image-1-1024x770.png 1024w, https:\/\/karnoll.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/image-1-300x226.png 300w, https:\/\/karnoll.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/image-1-768x577.png 768w, https:\/\/karnoll.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/image-1.png 1039w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>In diesem Zeitraum haben wir in 10 verschiedenen Unterk\u00fcnften \u00fcbernachtet.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Zumeist waren es Riads, also landestypische H\u00e4user mit einem Innenhof, um dessen Mitte die Zimmer nach innen zeigen und meist keine Fenster zur Stra\u00dfe haben. <br>Die Preise lagen zwischen 45 bis 90 EUR\/Nacht, fast immer hatten wir dabei ein Fr\u00fchst\u00fcck mit dabei und ab und an auch ein Abendessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mahlzeit im Hotel war oftmals das einfachste, zumal wir Marokko zu Beginn des Ramadan bereisten und einige Restaurants schlicht einfach geschlossen waren. <br>Aber wir sind nicht verhungert und wurden \u00fcberall bestens bewirtet. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese Reise war die erste Reise in ein muslimisches Land. Das stellte aber \u00fcberhaupt kein Problem dar. Die Leute waren in der Regel freundlich, offen und hilfsbereit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hilfsbereitschaft ging uns aber ein um das andere Mal zu weit. Sobald man mit dem Handy in der Hand, zu Fu\u00df oder im Auto, versuchte sich orientieren, kam sofort ein mehr oder weniger freundlicher Marokkaner (nur M\u00e4nner) an und versuchte uns mit gr\u00f6\u00dfter Intensit\u00e4t, meist aber ohne genaues Verst\u00e4ndnis \u00fcber unser Anliegen, dieses um jeden Preis zu l\u00f6sen. <br>Zumeist war das damit verbunden, dass man daf\u00fcr einen kleinen Betrag zahlen musste. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese Gesch\u00e4ftigkeit war in den gro\u00dfen St\u00e4dten allgegenw\u00e4rtig und man musste sich oftmals sehr deutlich dagegen wehren.  Das war schon etwas anstrengend, denn wenn man uns augenscheinlich freundlich begegnet, so will man dieses auch erwidern. Aber jede H\u00f6flichkeit wurde sofort als Einladung und Anbahnung eines zahlungspflichtigen Services verstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das genaue Gegenteil erlebten wir in unseren Unterk\u00fcnften, hier wurden wir entspannt mit Abstand und Respekt behandelt. <\/p>\n\n\n\n<p>Den Respekt vor der Polizei in Marokko haben wir auch teilweise verloren, leider. Polizeikontrollen stehen an allen gro\u00dfen Kreuzungen und Stra\u00dfen im Land. Diesen Posten muss man sich langsam n\u00e4hern und auf ein Zeichen der Beamten warten. <br>Einige male wurden wir angehalten und nachdem die Polizisten erfuhren, dass wir Touristen sind auch sofort wieder weitergeschickt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zweimal wurden wir aber in vermeintlichen Geschwindigkeitskontrollen von der Polizei aufgefordert eine Strafe zu zahlen, einmal waren es 300 und das andere Mal 400 MAD. Und jedesmal gab es das gleiche Schauspiel; dass wir n\u00e4mlich zur Seite gebracht wurden, man sich den vollen Betrag hat geben lassen und als ich nach einer Quittung (Confirmation) fragte, erlie\u00df man uns als Touristen gro\u00dfz\u00fcgig und als Zeichen der Gastfreundschaft einen Betrag von 200 MAD. F\u00fcr den Rest gab es dann nat\u00fcrlich keine Quittung.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der einen Seite hatten wir uns nat\u00fcrlich \u00fcber solch einen Rabatt gefreut, auf der anderen Seite wurden wir hier offensichtlich \u00fcbers Ohr gehauen. <br>Es geht schon etwas an die Substanz von Treu und Glauben, wenn man nicht mal mehr der Polizei vertrauen kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Kultur eines islamischen Staates will ich aber nicht an solchem Verhalten fest machen. Marokko liegt dicht an Europa und viele Familien haben Verwandte in Europa. Die meisten Menschen sprechen mehr als eine Sprache und mit ein paar Vokabeln franz\u00f6sisch und englisch kommt man \u00fcberall gut durch.<br>Das Land war auch schon offener in seiner Staatsform, der Islam hat heute wieder eine relevante Rolle im Alltag der Menschen. <br>Daher erscheint uns das Leben der Menschen bei n\u00e4herem Hinsehen als fremdartig, auch wenn hier jeder mit westlichen Werten stetig in Ber\u00fchrung kommt. <\/p>\n\n\n\n<p>Welcher Ort f\u00fcr uns am sch\u00f6nsten war l\u00e4sst sich nur schwer beantworten. Die Orte waren sehr unterschiedlich und wir erkennen \u00fcberall reizvolle Aspekte.<br>Am wohlsten hatten wir uns am Ende in Essaouira gef\u00fchlt. Das kommt aber sicher auch daher, dass es sich hier um die perfekte Mischung aus marokkanischem Leben und westlicher Lebensart \u00fcber Jahrzehnte gebildet hat. Es ist auch nicht so, dass man hier nackt \u00fcber den Strand laufen kann, aber die zwei Kulturen k\u00f6nnen hier nebeneinander existieren und man findet hier schnell Punkte, die genauso funktionieren, wie in der Heimat. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir werden sicher wieder nach Marokko reisen, auch wieder neue Bekannte besuchen. Ob wir allerdings wieder mit dem Auto reisen werden, steht noch offen. Zumindest werden sicher mehr Geld f\u00fcr ein Fahrzeug ausgeben als wir es diesesmal getan haben, um einfachen \u00c4rger zu vermeiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir waren 15 Tage unterwegs, davon 13 mit dem Dacia Duster, der uns brav \u00fcberall hingefahren hat. Wir sind ca. 2000 km in diesem Zeitraum gefahren, leider haben wir uns, wie immer, nicht den Tachostand notiert und die R\u00fcckgabeformulare waren hier alles andere als informativ. 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