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Cape Agulhas–Stellenbosch

Der Morgen begrüßte uns mit herrlichem Wetter, es war zwar etwas kühler, aber ich ließ mich nicht davon abhalten im Atlantik kurz die Füße einzutauchen.

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Nachdem wir den Schlüssel zu unserem Chalet abgegeben hatten besuchten wir noch kurz den ältesten, noch aktiven Leuchtturm in Südafrika. Wir wurden auf deutsch begrüßt, da eine der Aufseherinnen früher Deutschlehrerin war und die sonstigen Angestellten von Ihr Unterricht in der touristenfreien Zeit erhalten. Es ging über 4 steile Treppen bis ganz nach oben und wir hatten nochmal einen neuen Blick auf den südlichsten Punkt Afrikas.

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Danach folgten wir einer Küstenstraße in Richtung Kapstadt, unterwegs machten wir Halt in Hermanus, der Hauptstadt der Wale an der Westcoast.

Wir konnten auch einige Wale erahnen, wenn Sie eine Atemfontäne in die Höhe bliesen, bzw. kurz auftauchten. Leider haben wir aber keine Finne sehen können, aber die Wale müssen an dieser Stelle des Meeres auch nicht in die Tiefe tauchen, um zu fischen.

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Die nächsten Afrikaner bekamen wir in Betty’s Bay zu Gesicht. Hier lebt eine von den Pinguin-Kolonien jenseits des Südpols. Für übersichtliche 10 Rand pro Person konnten wir die posierlichen Vögel beim Baden, Sonnen und Kinder aufziehen beobachten.

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Kurz vor Strand hatten wir dann auch richtiges Küstenstraßenfeeling, rechts hohe Berge und auf der Linken dann das Meer der False Bay.

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Wir fuhren aber noch nicht direkt nach Kapstadt, sondern suchten uns noch für eine Nacht eine Unterkunft in Stellenbosch, dem Weinzentrum von Südafrika.

Fündig wurden wir bei Just Joey, dessen Betreiber aber Dan heisst. Von hier aus war es nicht weit ins Zentrum des Ortes. Hier besuchten wir ein Husaren Restaurant, es gab Beef und Fisch. Außerdem noch einen fantastischen Sauvignon Blanc von Tokara Weingut. Eine Empfehlung von unserer Kellnerin Kaylee (Hi, I’m Kaylee. I’m your host tonight – Hi, I’m Steffen and this Daniela, we are your guests tonight –> ein Brüller).

Danach machten wir noch ein kleines Beertasting mit Minigläschen der Big-5-Biersorten des Landes, in welchem sonst nur Monobiere gereicht werden.

Tsitsikamma Nationalpark–Oudtshoorn

Das Rauschen des Meeres hatte uns eine sehr ruhige Nacht beschert, und zum Frühstück griffen wir in unserem Chalet auf eigene Ressourcen zurück.

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Der Tag begann vielversprechend mit Sonnenschein und Wolken im Wechsel, die Außentemperatur entspricht dem Sommer in Deutschland.

Wir machen uns daher etwas später auf den Weg und stoppen in den tollen Küstenstädten Plettenburg, Knysna und Wilderness. Alle Städte haben europäische Kerne, aber außen herum leben Menschen in einfachen Unterkünften und Slums. Es ist halt wie immer in Südafrika, es ist die Frage, welche Seite des goldenen Käfigs die bessere ist.

Zwischendurch machen wir halt an der Brücke mit der Möglichkeit den höchsten Bungeesprung zu machen. Hier treffen wir auf eine Gruppe Asiaten, die lautstark miteinander kommunizieren, ohne Rücksicht auf die sonstigen Besucher. Als ich Daniela in der gleichen Lautstärke nach einem Kuchenrezept frage, bekommen wir für einen kurzen Augenblick ruhe, aber die Reisenden lassen sich nicht nachhaltig beeindrucken.

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Als Tagesziel machen wir Oudtshoorn fest, zum einen um nochmal in die afrikanische Wüste zu fahren und zum anderen ins Zentrum der afrikanischen Straußenzucht zu fahren.

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Straußenfleisch ist äußerst lecker und nahrhaft und ich bekomme dieses zubereitet in einem italienischen Restaurant. Dieses Restaurant ist eine Empfehlung unseres Landlords, Villa Ora, da er hier selber gerne mit seiner Frau isst. Es ist ein Restaurant der Einheimischen Weißen und wir werden immer wieder auf Afrikans angesprochen.

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Anschließend gehen wir noch in eine örtliche Bar, schauen etwas Rugby, besprechen dieses Hitler-Ding mit einem örtlichen Türsteher in Bundeswehr-Parka. Wir bleiben aber nicht allzu lange, da es inzwischen empfindlich kalt wurde und auch die Klimaanlage ihren Teil zur weiteren Kühlung beiträgt.

Addo Nationalpark–Tsitsikamma Nationalpark

An diesem Morgen standen wir sehr früh auf, wir waren bereits um 6.30 Uhr am Gate zum Nationalpark, es war noch äußerst dunkel. In der Hoffnung zu dieser Tageszeit noch Tiere der Nach zu erwischen, aber die Nacht war sehr kalt und auch der Morgen brachte nicht  sehr viel Wärme, daher blieben wolle alle Tiere im Bett und wir sahen noch nicht einmal viele Warzenschweine unterwegs.

Einzig ein paar Büffel waren unterwegs, nichts lohnenswertes für die Kamera.

Bis kurz vor Mittag hatten wir die Hoffnung auf weitere Tiere aufgegeben und machten uns auf in Richtung der Garden Route.

Der erste Stopp des Tages war dann die Großstadt Port Elizabeth, wo Danielas Bruder bereits einigen Wochen vorher beruflich weilte. Die Großstadt hatte aber nicht das notwendige Flair, damit wir länger dort blieben, so machten wir uns weiter in Richtung Westen.

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Hier hatten wir auch die erste große Regenfront und bei Nieselregen besichtigten wir das Stroms River Tal und eine Brücke der N2 über diese Schlucht.

Am Ende der Schlucht fließt der Storm River in den indischen Ozean und weil es hier spektakuläre Hängebrücken gibt, fuhren wir zu diesem Punkt, gleichzeitig ein weiter Nationalpark.

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Wir liefen furchtlos über diese Brücken und machten das Ressort als nächste Übernachtungsmöglichkeit aus, weil man hier von den Hütten einen fantastischen Blick auf die Küstenlinie hat.

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Wir bekamen auch eine der begehrten Hütten und freuten uns auf das Dinner im Rinderbaron, der auch hier im Reservat die Gastronomie übernimmt.

Wie sollte es auch anders sein trafen wir hier Bekannte aus dem Addo Park und auch die Amerikaner, die wir bereits vom Krüger Park her kannten.

Addo Elephant Nationalpark

Die Geschichte des Tages ist dieses Mal schnell erzählt, wir machten uns auf einem Game-Drive durch den Park.

Unsere Waldhütte liegt im Norden des Parks und so brachen wir relativ spät gegen viertel vor Acht auf.

Die Vegetation des Parks lässt sich am besten mit Dickicht beschreiben. Hier waren am Vormittag wohl die meisten Elefanten zugange. Daher sahen wir vorerst am meisten Warzenscheine, Kudus und Zebras. Dann erreichten wir das Hapoor Wasserloch, wo eine ganze Elefantenherde Rast machte.

Wir fuhren dann weiter in Richtung Süden, hier waren wieder hauptsächlich Warzenschweine unterwegs, was wohl daran liegt, dass dieser Teil noch nicht so lange Bestandteil des Parks ist, wie unser Reiseführer weiß.

Wir verlassen den Park am Südtor, zum einen um Proviant und Benzin für unser undurstiges Kamel aufzunehmen und um eine Enklave des Parks am Meer zu besichtigen.

Dieses gestaltet sich aber schwerer als gedacht, weil es für den Strandteil, an dem man Wale und Haie sehen können soll, keine Beschilderung gibt. Auf Verdacht fahren wir zu einem kleinen Büro, in dem zwei launige Damen sitzen und fragen sie nach dem Zugang. Aber irgendwie liegt es an deren Genuschel oder unseren Fragen, wir kommen nicht zusammen.
Ich hatte den Eindruck, sie wollten uns nur was verkaufen, so dass wir unverrichteter Dinge wieder abzogen und versuchten 30 km weiter noch einen Zugang zu finden, den uns unser Navi vorschlug. Aber der Weg dahin war mehr als schlecht, so dass wir den Versuch abbrachen.

Im Nachhinein stellte es sich heraus, dass unser erster Versuch richtig gewesen wäre und wir, zum Besuch des zweiten Parkteils, die Gebühr hätten zahlen müssen. Naja, aber die Mädels waren echt schnippisch und nehmen keine Rücksicht auf deutsche Touristen.

Auf dem Rückweg stießen wir auf mehrere Rudel Elefanten und Büffel. Am Hapoor Wasserloch konnten wir auch einen übermütigen Jungelefanten beim Baden beobachten.

Der Tag war also wieder sehr gelungen, wenn uns aber auch zu den Big Five noch Leopard und Nashorn fehlen. Aber das ist das schwere Los des Tierbeobachters.

Wir sitzen, nach einem Mahl im Camp-Restaurant, in dem wir auch eine Gruppe Amerikaner wieder treffen, die uns bereits im Letaba-Camp aufgefallen waren, wieder auf unserer Veranda, heute ist es deutlich kälter als gestern und schreiben diesen Blog fertig.

Port St. Johns–Addo Nationalpark

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Heute machten wir einen Fahrtag. Er begann mit einem kleinen Frühstück in unserer Lodge und vor 8 Uhr waren wir auf der Straße. Entlang der Wildcoast gibt es keine durchgängige Küstenstraße, sprich man muss von den Nord-Süd-Verbindung immer wieder Stichstraßen zu den Stränden nehmen, die zwischen 70 bis 100 km lang sind.

So brauchten wir von St. Johns bis zur N2 gute 1.5 Stunden.

Unseren ersten Stopp des Tages machten wir interessehalber in einer Shoppingmall in Mthaba. Wir wunderten uns über die Schlangen an den Geldautomaten, auch schon unterwegs, aber es ist der erste des Monats und deswegen sind alle zu den Ausgabeautomaten unterwegs, die Minitaxis und Busse sind extrem besetzt und man sieht überall Frauen mit einem 10 kg Sack Reis auf dem Kopf. Da kommt schon ein komisches Gefühl auf, wenn man sich ohne Nachzudenken Getränke und Süßigkeiten kaufen kann. Wir waren die einzigen Weißen in der Anlage, aber es war nicht merkwürdig, nur das Stimmengewirr war irritierend für uns.

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Unterwegs wurden wir von der Polizei gestoppt, da Daniela wohl etwas zu schnell unterwegs war. Aber der Polizist, nachdem er sah, dass wir Touristen sind, beließ es bei einer Verwarnung und wir konnten ohne Strafe weiterfahren. Glück gehabt.

Entlang der N2 fällt auf, dass eigentlich kein Flecken unbebaut ist, überall stehen Häuser und Hütten, ohne das erkennbar ist, wovon die Menschen hier leben. Industrie gibt es nur in den Zentren, auch Landwirtschaft ist auf den ersten Blick nicht erkennbar.

Auf der N2 kommen wir trotz etlicher Baustellen gut voran, so dass wir gegen 5 Uhr nachmittags am Addo-Nationalpark ankommen und uns für 2 Nächte eine Waldhütte für 4 Personen für günstige 800irgendwas Rand pro Nacht mieten können.

Die Hütte ist geräumig, verfügt über ein eigenes Bad, Balkon und Wasserkocher. Unser Frühstück können wir daher morgen früh hier einnehmen.

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Das Abendessen nehmen wir im angeschlossenen Restaurant “Cattle Baron”, der Rinderbaron, ein und haben hier kostenloses Wifi, so dass wir sehen, dass heute 31°C hier waren, wir merken es jetzt noch, als wir unter dem Sternenzelt Südafrikas diesen Blogbeitrag schreiben.

Hibberdene-Port St. Johns

Erstens kommt es anders und besser als man denkt.

Frühstück hatten wir heute unter freiem Himmel mit dem Rauschen des Meeres und der Küstenstraße 102 im Hintergrund.

Der Plan für heute sah vor, dass wir die Wildcoast erreichen, konkret hatten wir uns die Coffee-Bucht ausgesucht, da hier ein weiteres Naturschauspiel, “The Whole in the wall” zu sehen sein würde.

Für die Strecke von 400 km veranschlagte unser Navi 7 Stunden. Aber wir waren zuversichtlich, dass wir es schneller schaffen würden. Zumal die Streckenführung des Navis uns ins Landesinnere geführt hätte. Diesen Vorschlag schlugen wir aber aus und fuhren weiter an der Küste entlang.
Irgendwann half aber unser Willen allein nicht mehr weiter und so mussten wir von der Küste ablassen und ins Landesinnere fahren. Die sieben Stunden erschienen uns bald nicht mehr komplett übertrieben, das hiesige Straßenbauamt hatte ständig neue Baustellen für uns bereit.

So kamen wir ins richtige, wilde, afrikanische Hinterland und wir durchfuhren unter anderem den Marktflecken Flagstaff, nicht zu verwechseln mit unserem Trip in 2011 in den USA.

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Flagstaff ist der Versorgungspunkt für alle Einheimischen entlang der Straße 61. Unter anderem standen die Fahrzeuge an der einzigen Tankstelle kilometerweit an. Trotz Warnung unseres Fahrzeugs fuhren wir aufgrund dieser Situation immer weiter, da in 30 km Entfernung der nächste Ort angekündigt war.
Die Fahrt bis dahin war für uns etwas mulmig, aber wir erreichten die Benzinoase und füllten 50 Liter Sprit in unser undurstiges Kamel.

Nächster Stopp auf der Route war Port St. Johns. Da wir aber die Idee hatten nochmal kurz am Strand zu chillen, entschieden wir uns dafür, nicht mehr bis zur Kaffeebucht zu fahren, sondern hier zu verweilen.

Wir fuhren, um einen Überblick zu erhalten zur Touristeninformation, die uns die Situation erklärte. Es gäbe drei Strände, einer zum Baden in einem Ressort und zwei zum Chillen am Fluss, bzw. am Meer.

Wir suchten die Lösung am Meer, den ersten Namen, den sie erwähnte war Lily’s Lodge (nicht für Theo), den fuhren wir auch prompt an.
Das Ambiente schien auf den ersten Blick etwas abgenutzt, aber der Zimmerpreis (500 Rand) und der nahe Strand stimmten uns um.

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Nach dem Ausladen “spurteten” wir zum Strand und genossen die Restsonne und Daniela badete auch ein wenig im indischen Ozean.
Nachdem die Sonne verschwand, machten wir uns auf zur Lodge oberhalb des Strandes und schauten örtlichen Kickern beim Training zu. Sie sind sehr ballverliebt. Smiley

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Unser Dinner hatten wir für 18 Uhr bestellt und der Koch, der Chefkoch, der König der afrikanischen Köche hatte uns Grayfisch, eine Hummerart zubereitet.

Der Geschmack war unglaublich und das beste Essen in Südafrika so far.

Jetzt sitzen wir noch auf der Veranda der Anlage, natürlich sind wir wieder die einzigen Gäste und lauschen dem Rauschen des Meeres.

Es könnte einem schlechter gehen. (Zitat D. Karnoll)

Drakensberge–Hibberdene

Beim Frühstück hatten wir zwei wieder die volle Aufmerksamkeit der vier anwesenden Kellner. Es gab einen Teil des gebuchten Frühstücks vom Buffet, der Rest wurde nach unserem Wunsch in der Küche zubereitet.

Ich war zuvor um 6 Uhr aufgestanden, um den Sonnenaufgang auf der riesigen Leinwand der Drachenberge zu verfolgen.

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Gegen 9 Uhr fuhren wir weiter in Richtung Süd-Osten, entlang des Bergmassivs, in dem Lesotho liegt.

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Noch beim Frühstück hatten wir eine Passstraße als unser Ziel ausgesucht. Auf der Fahrt dorthin fanden wir aber aber ein Museum an dem Ort, an dem Nelson Mandela gefangen genommen wurde. Hier steht eine Skulptur, die, wenn man sie aus dem richtigen Winkel betrachtet, das Profil des Präsidenten zeigt.

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Inzwischen war es aber schon beinahe 1 Uhr, so dass wir beschlossen den Pass nicht anzufahren, da die Zeit knapp würde, da wir noch ans Meer fahren wollten.

Auf dem Weg ans Wasser machten wir noch einen kurzen Stopp in Pietermaritzburg, um das größte Backsteingebäude jenseits des Äquators zu fotografieren. Intuitiv hatten wir und das Navi den richtigen Weg gefunden und erhaschten auch einen Parkplatz direkt vor dem Gebäude.
Gleich kam auch eine lebendige Parksäule angelaufen und forderte 3 Rand als Gebühr. Ok, ich dachte, dass sei einer der ominösen Parkwächter, die ohne Auftrag arbeiten, aber ein Ausweis und ein gelber Hut legitimierten ihn.

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Wir liefen einmal um den Block. Um diese Tageszeit waren wir die einzigen Europäer auf der Straße. Wir waren aber umsichtig und nach 15 Minuten setzten wir unsere Fahrt zur Küste fort.

Nach den letzten Tagen in Ruhe und Abgeschiedenheit wollten wir nicht unbedingt ans Zentrum der Küste, nach Durban und entschieden uns dafür, in einem der kleineren Orte südlich von Durban eine Unterkunft zu suchen. Aber aus dem Auto heraus war das nicht so einfach, da es hier keine besondere touristische Infrastruktur gibt.

Nach einigen Extra-Kilometern fanden wir schließlich ein Quartier für die Nacht bei Sheryll. Sie betreibt eine mittelgroße Ferienanlage am Ort.

Gestern noch 4 Sterne, heute dafür ein eigener Grill. Den befeuerten wir, weil das nächste Restaurant, abgesehen von KFC & Co. 20 km entfernt läge.

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Mit selbstgemachten Salat, Angelfisch (was auch immer?) und einem Meter Bauernbratwurst hatten wir Abendessen unter freiem Himmel. Die Nächte hier sind deutlich milder als in den Bergen.

New Castle – Drakensberge

Im Black Rock Casino hatten wir gegen 8 Uhr unser Frühstück, dieses mal ohne lärmende Chinesen. Die Auswahl war sehr gut und wir genossen als die ersten Gäste die volle Aufmerksamkeit des Personals. Aber das sind wir inzwischen ja gewohnt.

Gegen 9 Uhr verließen wir die Industriestadt in Richtung der Drakensberge. Hier gibt es zwei Nationalparks, den Golden Gate Highland Park und den Royal Natal Park.

In dieser Reihenfolge schauten wir uns diese an.

Der Golden Gate Park im Norden der Drakensberge. Eine ursprüngliche Landschaft auf 1700 m über NN. Die Landschaft wechselt zwischen Tafelbergen, runden Bergen und aufgebrochenen Sandsteinen.

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Das Wetter ist wieder unglaublich, ein blauer, wolkenloser Himmel und die Bäume haben sich auf den Herbst eingestellt. Ein Zustand der meine innere Uhr immer noch verwirrt.
Wir machen einen kurzen Lauf durch die Umgebung, in der Sonne ist es sommerlich warm.

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Im Winter kann es hier auch schneien.

Wir machen wieder Meter auf der Straße und fahren noch kurz den Royal Natal Park an, um die Abendstimmung des großen Amphitheaters, einer der Höhepunkte dieser Reise, einzufangen. Zusammen mit dem wolkenlosen Himmel unglaublich.
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Nach einer Empfehlung unseres Reiseführers fahren wir kurz nach der Ausfahrt des Parks in das Hotel Mont aux Sources. Von hier aus haben wir einen perfekten Blick auf das Amphitheater.

Insgesamt sind wir 6 Gäste im gesamten Hotel, sehr übersichtlich und die Hotelbar schloss um halb neun.

Graskop–Panorama-Route–Sabie

Das Frühstück des Tages hatten wir um 8 Uhr im Autumn Breeze. Hier bereitete uns ein echter Chef mit Jacke und Kochmütze original englisches Frühstück zu und es gab braunen Toast. Wir waren die einzigen Gäste des Tages, daher gebührte uns die gesamte Aufmerksamkeit, kann schon etwas nerven, aber jeder war sehr um unser Wohl bemüht. Es war sehr lecker.

Danach machten wir uns auf die Panorama-Route aus Richtung Graskop aufzurollen. Kurz zum Hintergrund: Graskop und die Panorama-Route liegen im sogenannten Highfield (1400 m über NN und mehr) und man hat bei gutem Wetter einen herrlichen Blick ins Tal.

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Diesen hatten wir dann auch am ersten Stop, dem sogenannten Pinnacle View. Hier steht ein einzelner Posten im Blickfeld des Lowfields. Aber seht selbst.

Da wir die ersten und einzigen Gäste waren machte einer der Kassierer mit uns die Tour entlang der Aussichtspunkte. Wahnsinn, Regenwald an den steilen Wänden und im Sichtfeld.

Als nächsten Stop wollten wir God’s Window anfahren, ähnliche Szenerie, aber hier lag auf einmal dichter Nebel am Ort, so dass wir diesen Stop auf den Nachmittag verschoben.

Nebelfrei war dann der Lisbon Fall. Im strahlenden Sonnenschein bewunderten wir den höchsten Wasserfall des Hochplateaus.

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Als nächste Attraktion fuhren wir zu den Lucky Pottholes, den glücklichen Schlaglöchern. In diesem Teil der Schlucht hatten Strudel bemerkenswerte Löcher in den Stein gefressen. Auch dieser Stopp war ein Highlight.

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Weiter auf unserer Jagd nach Superlativen ging es zum nächsten Aussichtspunkt, hier konnten wir tief in das Tal des Blyderivers schauen. Der Canyon ist 25 km lang und sehr, sehr tief. Auch hier strahlte die Sonne und wir konnten super Bilder machen.

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Hier trafen wir auch wieder auf eine bayrische Familie, die wir bereits in Letaba getroffen hatten.

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Auch beim nächsten Aussichtspunkt, welche einen Blick auf das Blyderivertal mit Staussee und drei Rundberge bot. Diese Rundberge, Rondevals genannt, werden gerne mit Hütten der Einheimischen verglichen.

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Wir hatten zwar noch vor bis zur Staumauer zu fahren, aber brachen dieses Vorhaben ab, als wir die notwendige Strecke auf der Karte sahen. Unser Reiseführer empfahl uns noch im angrenzenden Ressort die Aussichtspunkte anzufahren, aber diese waren lang nicht so spektakulär, wie die vorigen.

Auf dem Rückweg nach Graskop hatten wir immer noch Glück mit dem Wetter und am God’s View hatten wir noch tolle Blicke tief ins Tal.

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Weiterhin waren Daniela und ich noch für eine Reisegruppe von folkloristisch gekleideten Damen die Superstars. Jede wollte mit uns und vor allem Daniela Bilder machen.

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Wir hatten Sabie als Ziel für unsere heutige Übernachtung ausgemacht. Bevor wir aber dort hinfuhren machten wir einen kurzen Stop in Graskop, aßen Pfannkuchen mit exotischen Füllungen, kauften im Biltong Land bei einer mürrischen Verkäuferin etwas Trockenfleisch.

Danach machten wir uns zurück auf die Straße, verließen Graskop machten einen spontanen Schlenker nach Pelgrim xxxx, einer verlassenen Goldgräberstadt. Im Reiseführer stand, dass die Stadt in jeder Möglichkeit einen Laden untergebracht hätte. Wir können das bestätigen und die aggressive Art der Jugendlichen einen von ihnen zugewiesenen Parkplatz einzunehmen, verleiteten unseren möglichen Plan B der Übernachtung in dem sehr idyllisch gelegenen Tal und wir machten uns daran in Sabie einen Übernachtung zu finden.

Wir folgten einem Vorschlag unseres Reiseführers, aber die Unterkunft wurde gerade renoviert, auch die Pension daneben schien unbesetzt. Nach inzwischen fast 1400 km durch Afrika war auch unser Tank zum zweiten Mal leer und wir fuhren zur Tanke. Daniela klärte das mit dem Nachfüllen, derweil ich auf der anderen Straßenseite die Unterkunft für die Nacht fand.

Die Mädels waren sehr bemüht uns willkommen zu heißen, das Restaurant war zwar etwas heruntergekommen, aber das Zimmer war einfach und sauber. Abenteuer Afrika.

Der Ort hat auch eine Mikrobrauerei, wo wir bei Weizenbier das abendliche Dinner hatten.

Morgen geht es in Richtung der Drachenberge.

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Wir standen für unsere Verhältnisse spät auf und hatten um 7.30 Uhr Frühstück auf der Veranda vor unserer Hütte. Die Affen im Camp ließen uns in Ruhe.

Danach machten wir uns auf in Richtung des Orpen Gates, um den Park zu verlassen. Bis dahin fuhren wir noch einige Kilometer auf Sandpisten, um wiederum Giraffen, Elefanten, Hippos und etliche Antilopen zu sehen. Auch die Landschaft wechselte wieder von Grün zu Grau, von Busch zu Steppe. Kurz vor der Ausfahrt aus dem Park streifte noch ein Gepard unseren Weg, oder wie er hier heißt: Cheetah.

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Wir fuhren als nächstes in Richtung der Panorama-Route 532. Unseren Lunchbreak nahmen wir in Klaserie in einem Restaurant mit dem vielversprechenden Namen Lovebitez ein. Günstig und gut. Das läuft in Südafrika bestens.

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Hier sahen wir auch die Berge des Highfields. Bis wir aber dorthin kamen mussten wir noch einigen Obstfabriken vorbeifahren. 7kg Orangen für einen guten EURO, aber wir konnten gerade noch widerstehen.

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Dann ging es auf in die Berge, aber das Wetter wurde gleiche schlechter, Regen kündigte sich an. Wir hatten auch noch keine Unterkunft für die Nacht, rechneten uns aber aus, da noch drei Ortschaften auf dem Weg lagen, dass wir hier fündig würden. Die Dörfer waren aber reine Einheimischen-Ansiedelungen und wir wurden hier nicht fündig. Inzwischen wurden die Wolken dichter, die Nacht dunkler, so beschlossen wir doch schon nach Graskop zu fahren, um dort ein Nachtquartier zu finden.

Fündig wurden wir an der Hauptstraße. Hier betreibt Marie mit ihrem Mann eine familiäre Ferienanlage mit Zimmern namens Autumn Breeze, passend zur Jahreszeit.
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Das Zimmer ist riesig, aber auch kalt. Also nicht lang aufhalten und auf zum Essen fassen. Die Straße hinunter waren einige Restaurants, wie wir bereits gesehen hatten, aber alle, bis auf ein portugiesisch-mosambikanisches Restaurant hatte nichts mehr offen. Die Wahl viel daher leicht, aber wir wurden nicht enttäuscht und hatten ein gutes Nachtessen.

Es war zwar schon einige Zeit dunkel, aber noch nicht spät,daher machten wir noch einen Gang durch die Gemeinde, um zu checken “was geht”. Wir fanden einen Bikerpub und unterhielten uns den Rest des Abends mit dem Wirt und den Gästen. War ein netter Abend.