Kapstadt

Den zweiten Tag am Kap starten wir mit einem Restefrühstück in der Küche von Anika.

Der Plan für heute sah vor, dass wir am Vormittag den Tafelberg besuchen und am Nachmittag die Innenstadt.

Aber erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt.

Als wir auf den Parkplatz des Tafelbergs fuhren, stand dort, dass die Seilbahn geschlossen sei. Mit dieser halbgaren Information wollten wir uns nicht abgeben und fuhren trotzdem zur Seilbahn.
Hier bestätigte man uns aber, dass aufgrund des heftigen Windes eine Fahrt auf den Tafelberg zu diesem Zeitpunkt nicht möglich sei. Man könne aber nicht sagen, ob das für den gesamten Tag gelten würde.

Plan A war jetzt, dass wir auf besseres Wetter (20°C ++ und eigentliches ein laues Lüftchen) warten.

Während des Wartens tauchte vor uns ein roter Hopp-on/Hopp-off Bus auf. Kurz entschlossen wurde daraus unser Plan B. Wir bestiegen die Linie und machten mit dem Bus eine Stadtrundfahrt durch K-Town. Das Wetter spielte uns in die Karten und wir holten uns den Rest Urlaubsbräune auf dem Oberdeck des Doppeldeckers.

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Wir fuhren durch die verschiedenen Stadtteile von Kapstadt und erfuhren wichtige und unwichtige Informationen zu den Orten.

Die Stadt selber ist im Kern sehr nett, einzig die schnorrenden Einheimischen machen wie so oft das Erlebnis etwas nervig.

Aus der Stadt hat man ab und an auch einen Blick auf die Seilbahn auf den Tafelberg und Daniela sah, dass die Bahn wieder führe. Ich fragte im Office der Buslinie nach, ob die Seilbahn wieder freigegeben sei, welches er positiv bestätigte.

Also, wieder hinauf auf den Tafelberg mit der roten Hopponhoppoff Linie. Im Büro hatte man uns gesagt, dass die Wartedauer aktuell 45 Minuten betrage, aber die Info war alt, denn wir waren innerhalb von 30 Minuten, mit Anfahrt aus der Innenstadt auf dem Wahrzeichen von Kapstadt angekommen.

Hier schlossen wir uns kurz einer Führung an und machten dann einen große Runde alleine über den Tafelberg. Mir war die Höhe nicht geheuer und ich musste Daniela, die sich sehr dicht an den Abgrund herantraute, einige male ermahnen, nicht zu mutig sein zu wollen.

Auf dem Plateau viel mir ein weißhaariger Mann auf, den ich schon mehrmals im TV gesehen hatte. Er war Franzose, soviel konnte ich erkennen und er hatte eine Tasche von den olympischen Spielen aus Peking dabei. Aber so recht konnte ich mir keinen Reim machen.

Als er mit uns in der Gondel wieder zu Tal fuhr, fasste ich mir ein Herz und fragte, ober nicht der Heiner Brand der Franzosen sei. Er hatte wohl meine Frage nicht richtig verstanden und verneinte, dass er nicht Heiner Brand sei. Ich meinte darauf hin, dass mir sehr wohl bewusst sei, dass er nicht Heiner Brand sei. Aber er bestätige mir, dass er sehrwohl etwas mit Handball zu tun hätte. Es war Claude Onesta, der Trainer der frz. Nationalmannschaft.

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Er war sehr freundlich und machte gerade, kurz vor der Vorbereitung zur Olympiade in Brasilien einen Urlaub mit seiner Frau. Wir konnten ihn noch schnell zu einem Bild überreden, aber dann musste er auch schon weiter.

Weiter fuhren wir dann wieder mit unserem Wagen auf den Signal Hill, hatten hier unter anderem einen tollen Blick auf den Tafelberg und das Fussballstadion an der Waterfront.
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Zum Abschluss setzten wir uns noch an einen Hang, um den Sonnenuntergang zu genießen.

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Am Ende des Tages gingen wir in unserem Stadtteil Seapoint noch in das Restaurant Duchess of Wisbeach. Es stand als Tipp in unserem Reiseführer, es war toll, vor allem der Servicechef war herrlich überdreht, er lud uns für den nächsten Tag ein, weil dann die Luzie brennen würde. Klingt vielversprechend. Zwinkerndes Smiley

Stellenbosch–Kapstadt

Stellenbosch ist natürlich für seine Weingüter weltweit bekannt, aber auch die Stadt an sich kann sich sehen lassen.

Nach einem Frühstück mit ZWEI weiteren Gästen an einem Tisch und freundlichem Austausch untereinander, machten wir eine kleine Runde durch die Stadt, überall Häuser im  niederländisch-flämischen Stil, man musste sich oftmals darauf besinnen, dass man in Afrika weilt.

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Als nächsten Punkt der Tagesordnung standen zwei Weinproben auf dem Plan. Dazu hatten wir uns zwei Weingüter herausgesucht, deren Produkte wir auf unserer Fahrt schätzen gelernt hatten. Das Weingut Morgenhof, hier stammte der Wein her, den Bridgette uns als Entschädigung geschenkte hatte und zum anderen das Tokara Weingut, von dem wir gestern den hervorragenden Weißwein im Restaurant getrunken hatten.

Beide Weingüter waren innerhalb von 10 Minuten zu erreichen. Als wir im Morgenhof ankamen dachten wir erstmal, jemand hätte vergessen die Heizung auszumachen.
Während es im Ort Stellenbosch noch angenehm kühl war, musste ich doch im Weingut gleich die Jacke ausziehen, es war bestimmt 10 Grad wärmer als in der Stadt.

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Wir bekamen einige Produkte zum Kosten, leider war aber der Wein, den wir in Johannesburg getrunken hatten, bereits verkauft. Aber der Pinotage des Gutes war ebenso gut.

Weiter ging es dann im viel größeren und moderner gebauten Weingut Tokara. Hier war alles größer und mehrere Verkäufer übernahmen die Verköstigung. Wir entdeckten natürlich die Sauvignon Blanc vom Vorabend und nahmen einen kleinen Vorrat für den Rest der Reise mit.

Generell werden die Verköstigungen wohl berechnet (ca. 2 EUR für 5 Weine), wenn die Verkäufer aber Kaufabsichten erkennen, dann fällt aber dieser Posten unter den Tisch. Oder man ist einfach frech und zieht ohne Bezahlen von dannen, wie es eine Gruppe Jugendlicher in Tokara machten.

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Dann war es aber soweit, wir fuhren nach Kapstadt. Wir hatten am Morgen noch den Tipp von Dan bekommen, dass man die besten Bilder vom Tafelberg vom Blaubergstrand schießen kann. Diesen Tipp befolgend fuhren wir in dieser Richtung bis zum Stadtteil Tableview (Nomen est Omen), setzten uns an den Strand und konnten Kapstadt und den riesigen Tafelberg aufgrund von Dunst und Smog kaum sehen. Aber wir konnten ein grandioses Bild erahnen.

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Gegen 4 Uhr waren wir an unserer Unterkunft in Seaview, Kapstadt. Hier wohnen wir bei Anika, sie ist mit 4 Jahren nach Kapstadt gezogen und lebt seither hier. Sie hat ein riesiges Haus, in welchem wir ein Zimmer mit Meerblick bewohnen. AirBnB sei Dank.

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Blick unterhalb des Signal Hills in Richtung des Tafelbergs.

Am Abend sind wir runter zur Waterfront, hier gibt es zahllose Geschäfte, Restaurants und Bars, ähnlich der Pier 39 in SFO.

Dinner haben wir in einem Fischrestaurant direkt am Hafen, nicht ganz günstig, aber dann des günstigen Wechselkurses ist alles nur halb so wild und das Essen exzellent.

Cape Agulhas–Stellenbosch

Der Morgen begrüßte uns mit herrlichem Wetter, es war zwar etwas kühler, aber ich ließ mich nicht davon abhalten im Atlantik kurz die Füße einzutauchen.

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Nachdem wir den Schlüssel zu unserem Chalet abgegeben hatten besuchten wir noch kurz den ältesten, noch aktiven Leuchtturm in Südafrika. Wir wurden auf deutsch begrüßt, da eine der Aufseherinnen früher Deutschlehrerin war und die sonstigen Angestellten von Ihr Unterricht in der touristenfreien Zeit erhalten. Es ging über 4 steile Treppen bis ganz nach oben und wir hatten nochmal einen neuen Blick auf den südlichsten Punkt Afrikas.

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Danach folgten wir einer Küstenstraße in Richtung Kapstadt, unterwegs machten wir Halt in Hermanus, der Hauptstadt der Wale an der Westcoast.

Wir konnten auch einige Wale erahnen, wenn Sie eine Atemfontäne in die Höhe bliesen, bzw. kurz auftauchten. Leider haben wir aber keine Finne sehen können, aber die Wale müssen an dieser Stelle des Meeres auch nicht in die Tiefe tauchen, um zu fischen.

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Die nächsten Afrikaner bekamen wir in Betty’s Bay zu Gesicht. Hier lebt eine von den Pinguin-Kolonien jenseits des Südpols. Für übersichtliche 10 Rand pro Person konnten wir die posierlichen Vögel beim Baden, Sonnen und Kinder aufziehen beobachten.

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Kurz vor Strand hatten wir dann auch richtiges Küstenstraßenfeeling, rechts hohe Berge und auf der Linken dann das Meer der False Bay.

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Wir fuhren aber noch nicht direkt nach Kapstadt, sondern suchten uns noch für eine Nacht eine Unterkunft in Stellenbosch, dem Weinzentrum von Südafrika.

Fündig wurden wir bei Just Joey, dessen Betreiber aber Dan heisst. Von hier aus war es nicht weit ins Zentrum des Ortes. Hier besuchten wir ein Husaren Restaurant, es gab Beef und Fisch. Außerdem noch einen fantastischen Sauvignon Blanc von Tokara Weingut. Eine Empfehlung von unserer Kellnerin Kaylee (Hi, I’m Kaylee. I’m your host tonight – Hi, I’m Steffen and this Daniela, we are your guests tonight –> ein Brüller).

Danach machten wir noch ein kleines Beertasting mit Minigläschen der Big-5-Biersorten des Landes, in welchem sonst nur Monobiere gereicht werden.

Oudtshoorn- Cape Agulhas

Nach einem feudalen Frühstück mit Bacon, Toast, selbstgemachter Marmelade usw. heute morgen, das uns von Thea, der Hausherrin zubereitet wurde, wollten wir wieder zurück an die Küste fahren.

Wir hatten uns aber vorher überlegt, einen kurzen Zwischenstopp an einer der vielen Straußenfarmen zu machen, um eventuell Straußeneier zu kaufen. So führte uns unser Weg an der “Safari- Farm” vorbei, wo wir auch gleich Halt machten.

Eigentlich wollten wir nur Eier kaufen (fürs nächste Frühstück ;o)) ). Hier erfuhren wir aber, dass wir an einer Führung teilnehmen könnten. So entschlossen wir uns, diese Führung mitzumachen.

Wie so oft in diesem Urlaub, waren wir die einzigen Gäste, die an dieser Führung teilnahmen.

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Es war auch wirklich interessant, alles über Strauße zu erfahren. Natürlich durften wir sie auch füttern und ich ließ es mir nicht nehmen, auf einem männlichen Strauß zu sitzen.Nach gut einer Stunde war die Führung mit Charles, unserem Guide, beendet.

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Nun machten wir uns weiter in Richtung Küste, ließen aber Mosselbai links liegen und fuhren weiter in Richtung Witsands. Hier gibt es eine kleine Bucht, in der viele Wale kommen, um ihre Jungen zu gebären. Leider waren keine Wale zu sehen.

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So entschlossen wir uns, weiter in Richtung Kap Agulhas (Kap der Stürme) und gleichzeitig der südlichste Punkt Afrikas. Dies ist auch der Punkt, an dem der indische und der atlantische Ozean aufeinander treffen.

Wir ließen es uns nicht nehmen, ein Fähre zu nehmen. Das besondere daran: Es ist eine handgezogene Fähre. Steffen wollte eigentlich nur ein Bild machen, wie ich mit unserem Polo auf die Fähre auffahre, aber er wurde von den Jungs gleich dazu aufgefordert, mitzuhelfen.

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So erreichten wir bald das andere Ufer. Von dort aus machten wir uns auf direktem Weg in Richtung des Kaps.

Bald erreichten wir auch das Kap Agulhas und gingen in die dortige Rezeption des hier angeschlossenen Nationalparks. Hier reifte in uns der Gedanke, das wir eine Übernachtung im angeschlossenen Camp buchen, was wir dann auch taten.

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In der untergehenden Abendsonne liefen wir schnell vom Leuchtturm zum 1 km entfernten Kap Agulhas, welches den südlichsten Punkt Afrikas darstellt und gleichzeitig die Grenze zwischen Atlantik und dem indischen Ozean darstellt.

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So sitzen wir nun in unserem Chalet, nach einem leckeren selbst gegrillten Essen, bei einer gute Flasche Wein (Brampton) vor einem brennenden Kamin und schreiben diesen Blog.

Tsitsikamma Nationalpark–Oudtshoorn

Das Rauschen des Meeres hatte uns eine sehr ruhige Nacht beschert, und zum Frühstück griffen wir in unserem Chalet auf eigene Ressourcen zurück.

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Der Tag begann vielversprechend mit Sonnenschein und Wolken im Wechsel, die Außentemperatur entspricht dem Sommer in Deutschland.

Wir machen uns daher etwas später auf den Weg und stoppen in den tollen Küstenstädten Plettenburg, Knysna und Wilderness. Alle Städte haben europäische Kerne, aber außen herum leben Menschen in einfachen Unterkünften und Slums. Es ist halt wie immer in Südafrika, es ist die Frage, welche Seite des goldenen Käfigs die bessere ist.

Zwischendurch machen wir halt an der Brücke mit der Möglichkeit den höchsten Bungeesprung zu machen. Hier treffen wir auf eine Gruppe Asiaten, die lautstark miteinander kommunizieren, ohne Rücksicht auf die sonstigen Besucher. Als ich Daniela in der gleichen Lautstärke nach einem Kuchenrezept frage, bekommen wir für einen kurzen Augenblick ruhe, aber die Reisenden lassen sich nicht nachhaltig beeindrucken.

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Als Tagesziel machen wir Oudtshoorn fest, zum einen um nochmal in die afrikanische Wüste zu fahren und zum anderen ins Zentrum der afrikanischen Straußenzucht zu fahren.

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Straußenfleisch ist äußerst lecker und nahrhaft und ich bekomme dieses zubereitet in einem italienischen Restaurant. Dieses Restaurant ist eine Empfehlung unseres Landlords, Villa Ora, da er hier selber gerne mit seiner Frau isst. Es ist ein Restaurant der Einheimischen Weißen und wir werden immer wieder auf Afrikans angesprochen.

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Anschließend gehen wir noch in eine örtliche Bar, schauen etwas Rugby, besprechen dieses Hitler-Ding mit einem örtlichen Türsteher in Bundeswehr-Parka. Wir bleiben aber nicht allzu lange, da es inzwischen empfindlich kalt wurde und auch die Klimaanlage ihren Teil zur weiteren Kühlung beiträgt.

Addo Nationalpark–Tsitsikamma Nationalpark

An diesem Morgen standen wir sehr früh auf, wir waren bereits um 6.30 Uhr am Gate zum Nationalpark, es war noch äußerst dunkel. In der Hoffnung zu dieser Tageszeit noch Tiere der Nach zu erwischen, aber die Nacht war sehr kalt und auch der Morgen brachte nicht  sehr viel Wärme, daher blieben wolle alle Tiere im Bett und wir sahen noch nicht einmal viele Warzenschweine unterwegs.

Einzig ein paar Büffel waren unterwegs, nichts lohnenswertes für die Kamera.

Bis kurz vor Mittag hatten wir die Hoffnung auf weitere Tiere aufgegeben und machten uns auf in Richtung der Garden Route.

Der erste Stopp des Tages war dann die Großstadt Port Elizabeth, wo Danielas Bruder bereits einigen Wochen vorher beruflich weilte. Die Großstadt hatte aber nicht das notwendige Flair, damit wir länger dort blieben, so machten wir uns weiter in Richtung Westen.

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Hier hatten wir auch die erste große Regenfront und bei Nieselregen besichtigten wir das Stroms River Tal und eine Brücke der N2 über diese Schlucht.

Am Ende der Schlucht fließt der Storm River in den indischen Ozean und weil es hier spektakuläre Hängebrücken gibt, fuhren wir zu diesem Punkt, gleichzeitig ein weiter Nationalpark.

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Wir liefen furchtlos über diese Brücken und machten das Ressort als nächste Übernachtungsmöglichkeit aus, weil man hier von den Hütten einen fantastischen Blick auf die Küstenlinie hat.

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Wir bekamen auch eine der begehrten Hütten und freuten uns auf das Dinner im Rinderbaron, der auch hier im Reservat die Gastronomie übernimmt.

Wie sollte es auch anders sein trafen wir hier Bekannte aus dem Addo Park und auch die Amerikaner, die wir bereits vom Krüger Park her kannten.

Addo Elephant Nationalpark

Die Geschichte des Tages ist dieses Mal schnell erzählt, wir machten uns auf einem Game-Drive durch den Park.

Unsere Waldhütte liegt im Norden des Parks und so brachen wir relativ spät gegen viertel vor Acht auf.

Die Vegetation des Parks lässt sich am besten mit Dickicht beschreiben. Hier waren am Vormittag wohl die meisten Elefanten zugange. Daher sahen wir vorerst am meisten Warzenscheine, Kudus und Zebras. Dann erreichten wir das Hapoor Wasserloch, wo eine ganze Elefantenherde Rast machte.

Wir fuhren dann weiter in Richtung Süden, hier waren wieder hauptsächlich Warzenschweine unterwegs, was wohl daran liegt, dass dieser Teil noch nicht so lange Bestandteil des Parks ist, wie unser Reiseführer weiß.

Wir verlassen den Park am Südtor, zum einen um Proviant und Benzin für unser undurstiges Kamel aufzunehmen und um eine Enklave des Parks am Meer zu besichtigen.

Dieses gestaltet sich aber schwerer als gedacht, weil es für den Strandteil, an dem man Wale und Haie sehen können soll, keine Beschilderung gibt. Auf Verdacht fahren wir zu einem kleinen Büro, in dem zwei launige Damen sitzen und fragen sie nach dem Zugang. Aber irgendwie liegt es an deren Genuschel oder unseren Fragen, wir kommen nicht zusammen.
Ich hatte den Eindruck, sie wollten uns nur was verkaufen, so dass wir unverrichteter Dinge wieder abzogen und versuchten 30 km weiter noch einen Zugang zu finden, den uns unser Navi vorschlug. Aber der Weg dahin war mehr als schlecht, so dass wir den Versuch abbrachen.

Im Nachhinein stellte es sich heraus, dass unser erster Versuch richtig gewesen wäre und wir, zum Besuch des zweiten Parkteils, die Gebühr hätten zahlen müssen. Naja, aber die Mädels waren echt schnippisch und nehmen keine Rücksicht auf deutsche Touristen.

Auf dem Rückweg stießen wir auf mehrere Rudel Elefanten und Büffel. Am Hapoor Wasserloch konnten wir auch einen übermütigen Jungelefanten beim Baden beobachten.

Der Tag war also wieder sehr gelungen, wenn uns aber auch zu den Big Five noch Leopard und Nashorn fehlen. Aber das ist das schwere Los des Tierbeobachters.

Wir sitzen, nach einem Mahl im Camp-Restaurant, in dem wir auch eine Gruppe Amerikaner wieder treffen, die uns bereits im Letaba-Camp aufgefallen waren, wieder auf unserer Veranda, heute ist es deutlich kälter als gestern und schreiben diesen Blog fertig.

Port St. Johns–Addo Nationalpark

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Heute machten wir einen Fahrtag. Er begann mit einem kleinen Frühstück in unserer Lodge und vor 8 Uhr waren wir auf der Straße. Entlang der Wildcoast gibt es keine durchgängige Küstenstraße, sprich man muss von den Nord-Süd-Verbindung immer wieder Stichstraßen zu den Stränden nehmen, die zwischen 70 bis 100 km lang sind.

So brauchten wir von St. Johns bis zur N2 gute 1.5 Stunden.

Unseren ersten Stopp des Tages machten wir interessehalber in einer Shoppingmall in Mthaba. Wir wunderten uns über die Schlangen an den Geldautomaten, auch schon unterwegs, aber es ist der erste des Monats und deswegen sind alle zu den Ausgabeautomaten unterwegs, die Minitaxis und Busse sind extrem besetzt und man sieht überall Frauen mit einem 10 kg Sack Reis auf dem Kopf. Da kommt schon ein komisches Gefühl auf, wenn man sich ohne Nachzudenken Getränke und Süßigkeiten kaufen kann. Wir waren die einzigen Weißen in der Anlage, aber es war nicht merkwürdig, nur das Stimmengewirr war irritierend für uns.

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Unterwegs wurden wir von der Polizei gestoppt, da Daniela wohl etwas zu schnell unterwegs war. Aber der Polizist, nachdem er sah, dass wir Touristen sind, beließ es bei einer Verwarnung und wir konnten ohne Strafe weiterfahren. Glück gehabt.

Entlang der N2 fällt auf, dass eigentlich kein Flecken unbebaut ist, überall stehen Häuser und Hütten, ohne das erkennbar ist, wovon die Menschen hier leben. Industrie gibt es nur in den Zentren, auch Landwirtschaft ist auf den ersten Blick nicht erkennbar.

Auf der N2 kommen wir trotz etlicher Baustellen gut voran, so dass wir gegen 5 Uhr nachmittags am Addo-Nationalpark ankommen und uns für 2 Nächte eine Waldhütte für 4 Personen für günstige 800irgendwas Rand pro Nacht mieten können.

Die Hütte ist geräumig, verfügt über ein eigenes Bad, Balkon und Wasserkocher. Unser Frühstück können wir daher morgen früh hier einnehmen.

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Das Abendessen nehmen wir im angeschlossenen Restaurant “Cattle Baron”, der Rinderbaron, ein und haben hier kostenloses Wifi, so dass wir sehen, dass heute 31°C hier waren, wir merken es jetzt noch, als wir unter dem Sternenzelt Südafrikas diesen Blogbeitrag schreiben.

Hibberdene-Port St. Johns

Erstens kommt es anders und besser als man denkt.

Frühstück hatten wir heute unter freiem Himmel mit dem Rauschen des Meeres und der Küstenstraße 102 im Hintergrund.

Der Plan für heute sah vor, dass wir die Wildcoast erreichen, konkret hatten wir uns die Coffee-Bucht ausgesucht, da hier ein weiteres Naturschauspiel, “The Whole in the wall” zu sehen sein würde.

Für die Strecke von 400 km veranschlagte unser Navi 7 Stunden. Aber wir waren zuversichtlich, dass wir es schneller schaffen würden. Zumal die Streckenführung des Navis uns ins Landesinnere geführt hätte. Diesen Vorschlag schlugen wir aber aus und fuhren weiter an der Küste entlang.
Irgendwann half aber unser Willen allein nicht mehr weiter und so mussten wir von der Küste ablassen und ins Landesinnere fahren. Die sieben Stunden erschienen uns bald nicht mehr komplett übertrieben, das hiesige Straßenbauamt hatte ständig neue Baustellen für uns bereit.

So kamen wir ins richtige, wilde, afrikanische Hinterland und wir durchfuhren unter anderem den Marktflecken Flagstaff, nicht zu verwechseln mit unserem Trip in 2011 in den USA.

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Flagstaff ist der Versorgungspunkt für alle Einheimischen entlang der Straße 61. Unter anderem standen die Fahrzeuge an der einzigen Tankstelle kilometerweit an. Trotz Warnung unseres Fahrzeugs fuhren wir aufgrund dieser Situation immer weiter, da in 30 km Entfernung der nächste Ort angekündigt war.
Die Fahrt bis dahin war für uns etwas mulmig, aber wir erreichten die Benzinoase und füllten 50 Liter Sprit in unser undurstiges Kamel.

Nächster Stopp auf der Route war Port St. Johns. Da wir aber die Idee hatten nochmal kurz am Strand zu chillen, entschieden wir uns dafür, nicht mehr bis zur Kaffeebucht zu fahren, sondern hier zu verweilen.

Wir fuhren, um einen Überblick zu erhalten zur Touristeninformation, die uns die Situation erklärte. Es gäbe drei Strände, einer zum Baden in einem Ressort und zwei zum Chillen am Fluss, bzw. am Meer.

Wir suchten die Lösung am Meer, den ersten Namen, den sie erwähnte war Lily’s Lodge (nicht für Theo), den fuhren wir auch prompt an.
Das Ambiente schien auf den ersten Blick etwas abgenutzt, aber der Zimmerpreis (500 Rand) und der nahe Strand stimmten uns um.

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Nach dem Ausladen “spurteten” wir zum Strand und genossen die Restsonne und Daniela badete auch ein wenig im indischen Ozean.
Nachdem die Sonne verschwand, machten wir uns auf zur Lodge oberhalb des Strandes und schauten örtlichen Kickern beim Training zu. Sie sind sehr ballverliebt. Smiley

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Unser Dinner hatten wir für 18 Uhr bestellt und der Koch, der Chefkoch, der König der afrikanischen Köche hatte uns Grayfisch, eine Hummerart zubereitet.

Der Geschmack war unglaublich und das beste Essen in Südafrika so far.

Jetzt sitzen wir noch auf der Veranda der Anlage, natürlich sind wir wieder die einzigen Gäste und lauschen dem Rauschen des Meeres.

Es könnte einem schlechter gehen. (Zitat D. Karnoll)

Drakensberge–Hibberdene

Beim Frühstück hatten wir zwei wieder die volle Aufmerksamkeit der vier anwesenden Kellner. Es gab einen Teil des gebuchten Frühstücks vom Buffet, der Rest wurde nach unserem Wunsch in der Küche zubereitet.

Ich war zuvor um 6 Uhr aufgestanden, um den Sonnenaufgang auf der riesigen Leinwand der Drachenberge zu verfolgen.

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Gegen 9 Uhr fuhren wir weiter in Richtung Süd-Osten, entlang des Bergmassivs, in dem Lesotho liegt.

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Noch beim Frühstück hatten wir eine Passstraße als unser Ziel ausgesucht. Auf der Fahrt dorthin fanden wir aber aber ein Museum an dem Ort, an dem Nelson Mandela gefangen genommen wurde. Hier steht eine Skulptur, die, wenn man sie aus dem richtigen Winkel betrachtet, das Profil des Präsidenten zeigt.

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Inzwischen war es aber schon beinahe 1 Uhr, so dass wir beschlossen den Pass nicht anzufahren, da die Zeit knapp würde, da wir noch ans Meer fahren wollten.

Auf dem Weg ans Wasser machten wir noch einen kurzen Stopp in Pietermaritzburg, um das größte Backsteingebäude jenseits des Äquators zu fotografieren. Intuitiv hatten wir und das Navi den richtigen Weg gefunden und erhaschten auch einen Parkplatz direkt vor dem Gebäude.
Gleich kam auch eine lebendige Parksäule angelaufen und forderte 3 Rand als Gebühr. Ok, ich dachte, dass sei einer der ominösen Parkwächter, die ohne Auftrag arbeiten, aber ein Ausweis und ein gelber Hut legitimierten ihn.

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Wir liefen einmal um den Block. Um diese Tageszeit waren wir die einzigen Europäer auf der Straße. Wir waren aber umsichtig und nach 15 Minuten setzten wir unsere Fahrt zur Küste fort.

Nach den letzten Tagen in Ruhe und Abgeschiedenheit wollten wir nicht unbedingt ans Zentrum der Küste, nach Durban und entschieden uns dafür, in einem der kleineren Orte südlich von Durban eine Unterkunft zu suchen. Aber aus dem Auto heraus war das nicht so einfach, da es hier keine besondere touristische Infrastruktur gibt.

Nach einigen Extra-Kilometern fanden wir schließlich ein Quartier für die Nacht bei Sheryll. Sie betreibt eine mittelgroße Ferienanlage am Ort.

Gestern noch 4 Sterne, heute dafür ein eigener Grill. Den befeuerten wir, weil das nächste Restaurant, abgesehen von KFC & Co. 20 km entfernt läge.

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Mit selbstgemachten Salat, Angelfisch (was auch immer?) und einem Meter Bauernbratwurst hatten wir Abendessen unter freiem Himmel. Die Nächte hier sind deutlich milder als in den Bergen.

Die Welt ist genug